Macarons

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Neulich wollte ich mal wieder Macarons backen. Das hatte ich mir durchaus nett vorgestellt. Babyblaue, zartrosa, zitronengelbe und grashüpfergrüne kleine Köstichkeiten. Macarons gibt es in Frankreich in jeder Pâtisserie*, die etwas auf sich hält. Genau so was wollte ich auch mal eben schnell backen. Ich habe so Momente, da möchte ich mein eigenes Leben ein wenig aufhübschen. Ich stelle mir dann vor, ich stünde in einer hübsch gepunkteten Schürze lässig in meiner bezaubernden Küche, zauberte schnell eine köstliche Kleinigkeit, mit der wir dann hinterher auf der Terrasse …. Blöd, dass wir hier gar keine Terrasse haben, sondern nur einen schnöden Großstadtbalkon. Und schnell und lässig klappt in der Küche oft auch nicht so wirklich, aber sei es drum. Um Macarons zu backen, braucht man nicht viel. Nur ein wenig Zeit und außerdem

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– 1 Eiweiß

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– 74 Gramm Puderzucker

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– 10 Gramm Vanillezucker

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– 1/2 Teelöffel Lebensmittelfarbe
Ich habe statt der Lebensmittelfarbe Blaubeeren gekauft um meine Macarons mit ihrem Saft einzufärben.** Kann man machen, schmeckt auch völlig okay, aber nach französischem Savoi-vvre sieht’s hinterher nicht mehr aus. Also tschüss babyblau, zartrosa, zitronengelb und grashüpfergrün. Mandelpulver plus Blaubeeren-Saft ergibt einen zarten bläulichen, äh, Schlammton.

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– 42 Gramm gerieben Mandeln brauchen Sie schlussendlich auch noch.
Die Zubereitung der Macarons aus all den leckeren Zutaten ist ganz einfach und darum schnell erzählt:

Macarons backen

1. Mit dem Handmixer schlage ich das Eiweiß so steif, das ein Messerstich sichtbar bleibt, dabei rühre ich den Blaubeersaft und 10 Gramm Vanillezucker unter.
2. Anschließend mische ich das Mandelpulver und die 74 Gramm (Warum eigentlich 74 Gramm? Habe ich irgendwo gelesen, mache ich seitdem immer so. Ich nehme an, es funktioniert auch mit 75 oder 73 Gramm) unter die Masse.
3. Wenn man perfektionistisch veranlagt ist, füllt man die Baisermasse nun in einen Spritzbeutel und malt perfekte runde kleine Teller auf das Backpapier. Ich mache kleine Häufchen mit zwei Löffeln. Die sind dann im Ergebnis nicht ganz so gleichmäßig, schmecken aber natürlich genauso gut.
4. Dann lassen Sie Ihre Macarons einen Moment, so etwas 15 Minuten in Ruhe. (Hier war ich zu ungeduldig, aber das sehen Sie gleich.)
5. Anschließend kommen die kleinen Teile für rund 10 Minuten in den 140° Grad heißen Ofen. Sie können die Ofentür angekippt lassen.
6. Am Schluss, wenn Ihre Macarons fertig gebacken sind, gießen Sie ein ganz klein wenig kochendes Wasser auf das Backpapier. Dann lösen sich die kleinen runden Teigfladen besser.
7. Zwischen zwei runde Baiserscheiben streichen Sie die Füllung ihrer Wahl. Ich glaube ja, das fast alles mit Schlagsahne besser wird. Deshalb tada! Aber Sie können natürlich auch viele andere Cremes in die Mitte der süßen Mini-Hamburger tun.

Schwedenhappen

statt Haute Cuisine. Das Ergebnis sieht, nun ja, stärker nach essbarem Ikea denn nach französischer Haute Cuisine aus. Aber das macht natürlich nix. Schmecken tun die Mandelkekse mit Füllung spitzenmäßig. Ihre Überlebensdauer in Mathildes Haushalt ist allerdings kürzer als die Zubereitungszeit.
Wie gut, dass persönliche Gewichtskontrolle nicht auch noch ein Thema ist, mit dem wir uns hier herum schlagen.

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  • * Angebersprech für Konditorei.
    ** Ich leiste mir gerne verschiedene Prinzipien. Regional und bio sind zwei davon. Es leuchtet mir ein, Lebensmittel zu den Jahreszeiten zu kaufen, wenn sie gerade vor meiner Haustür wachsen. Es leuchtet mir auch ein, möglichst natürlich produzierte Lebensmittel zu essen. Obwohl natürlich ja nicht unbedingt gesund sein muss. Schwefel kommt schließlich auch ganz natürlich in der Natur vor. Und, zack, ist der erste Widerspruch in der Welt. Außerdem möchte ich gerne hübsche Sachen essen, zartrosa Macarons zum Beispiel. Dafür braucht man Lebensmittelfarbe, was ja nun nicht direkt bionatürlichökoregional ist. Also so gar nicht. Sie verstehen das Dilemma? Schnell und unkompliziert finde ich beim Kochen eigentlich auch ganz gut, das aber verträgt sich nicht gut mit hübsch. Hach, ich könnte ewig so weiterdenken an den Unverträglichkeiten meiner prinzipiellen Ideen. Wie gut, dass ich mir nicht auch noch Unverträglichkeiten ganz allgemein angeschafft habe. Wobei, das würde ja eh dem Prinzip möglichst viele Speisen mal auszuprobieren widersprechen. Aber sowas von. Es bleibt kompliziert.
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