Durch’s Netz gegangen

Es ist eine Weile her, dass wir hier im Mathilde MAG gemeinsam durch’s Netz gegangen sind. Mir scheint, die Zeiten werden gerade bewegter. In den Niederlanden wurde gerade gewählt, im Mai werden die französischen Bürger wählen und irgendwann im Herbst wir Deutschen.

Nicht erst seit gestern geht es hoch her. Die Falschmeldungen geistern durch das Internet oder Fake News, wie wir international mitlesende Kosmopoliten das so nennen. Die New York Times schreibt es offen aus: Der Präsident hat gar keine Kleider an. Lassen wir all den Kontext, warum es für dieses oder jenes einen irgendwie nachvollziehbaren Grund gegeben haben könnte, einmal weg, stellen wir fest: Er tut es, mit Absicht, mit Vorsatz und zwar oft.

Internationale Enten Industrie

So erschreckend das alles ist, es scheint doch nur ein kleiner Teil all der Zeitungs–, pardon, heute haben wir ja eher Social Media– Enten zu sein. Da ist wohl eine ganze internationale agierende Fake News Industrie entstanden. Oder sollten wir von einer yellow-press-gelben Enten-Industrie reden? (Entschuldigung, liebe Enten, ihr seid natürlich nicht gemeint. Schon deshalb nicht, weil ihr in echt ja gar nicht gelb seid.) Den Text habe ich bei Kapital entdeckt, einem Blog, der im Untertitel „Ein öffentliches Gespräch zu unserer Demokratie“ anbietet.

Debattenkultur

Kluge Debatten auf der Basis recherchierter und überprüfbarer Fakten finde ich (schon immer, will mir scheinen) bei der Bundeszentrale für politische Bildung. Im aktuellen Magazin fragt man sich dort: Mit Populisten reden? Ja? Nein? Was meine Sie?

Lassen Sie uns nicht mit rauchenden Köpfen auseinander gehen. Sie müssen nicht alles können. Kunst zum Beispiel können die meisten von uns nicht, dafür haben wir Künstler. Warum Sie das „nicht auch“ könnten, erklärt Ihnen Kolja Reichert in der FAZ. Aber, die gute Nachricht ist, das ist überhaupt nicht schlimm, das ist sogar ganz gut so. Und eine Meinung bilden, das dürfen, sollen und können Sie natürlich trotzdem.

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