Tempo

Es ist so eine Sache mit der Geschwindigkeit, mit der die Uhr tickt. Mal rast das Leben nur so vor sich hin, mal schleichen die Minuten als gebe es kein Morgen. Urlaub zum Beispiel, kaum habe ich das erste Mal ausgeschlafen und mir genüsslich im Bett überlegt, was wir alles Wundervolles mit dem Tag anstellen könnten, zack, schon ist der ganze Urlaub schon wieder vorbei.

Und dazwischen hat die Sonne sanft und freundlich über die Toskana geschienen, hat Siena in warmen Ockertönen gestrahlt, der Turm in Pisa stoisch der Statik getrotzt, Florenz in all seiner renaissancehaften Eleganz die Touristenmassen über sich ergehen lassen.

Ein bisschen von dieser ferienhaften Verpeilthaftigkeit begleitet mich schon seit einer Woche durch Hamburg. Sind eh gerade nicht so viele Termine und irgendwie verschwindet die ganze schöne Zeit dabei unauffällig. Gleichzeitig fühlt sich die Zeit dabei nicht so lang und bedeutungsvoll an wie die Zeit in der Toskana, als jeder Tag ein neues Erlebnis war. Schade nur, dass Urlaub in höherer Dosierung irgendwie aufhört urlaubig zu sein.

Ein klein wenig mehr Sonne, Weinberge, Zypressen, Swimmingpool, Pasta und Chianti gemeinsam in großer Runde hätte ich durchaus noch vertragen können. Nachdem das nun irgendwie gerade nicht geht, schlendere ich noch ein wenig durch meine Alltag. Gelassenheit hin oder her, eine kleine Reisereportage wird kommen. Dochdoch, bestimmt.

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