Montagmorgen

Montagmorgens* ein wenig dem Wochenende hinterher zu träumen, ich mag das. Zumindest heute Morgen klappt das ganz gut. Wir waren wandern. Im Sauerland. Klingt unsexy, meinen Sie? Stimmt, das hätte ich als Teenager auf jeden Fall auch gefunden. Aber jetzt finde ich es eigentlich doch ganz gut durch den Wald zu stapfen, sich immer mal wieder zu unterhalten, in die Gegend zu gucken, ab und an eine Butterbrotpause zu machen.

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Montagmorgen

Mathilde mag den Montagmorgen – ganz besonders an einem Morgen wie heute, an dem mich Sonne und blauer Himmel geradezu lyrisch werden lassen. Wie schrieb ein 25-jähriger Schwabe namens Eduard Mörike 1829:

Er ist’s
Frühling läßt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen.
– Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist’s!
Dich hab ich vernommen!

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Schwarze Begeisterung

Auf Englisch klingt Black Delight gar nicht so düster wie auf Deutsch, will mir scheinen. Das kleine Café in Eimsbüttel meint Black Delight jedenfalls ganz positiv. Die besten Kaffeesorten und nur die möchten die Barrista uns Gästen aufbrühen für den optimalen begeisterungswürdigen schwarzen Genuss.

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Durch’s Netz gegangen

Es ist eine Weile her, dass wir hier im Mathilde MAG gemeinsam durch’s Netz gegangen sind. Mir scheint, die Zeiten werden gerade bewegter. In den Niederlanden wurde gerade gewählt, im Mai werden die französischen Bürger wählen und irgendwann im Herbst wir Deutschen.

Nicht erst seit gestern geht es hoch her. Die Falschmeldungen geistern durch das Internet oder Fake News, wie wir international mitlesende Kosmopoliten das so nennen. Die New York Times schreibt es offen aus: Der Präsident hat gar keine Kleider an. Lassen wir all den Kontext, warum es für dieses oder jenes einen irgendwie nachvollziehbaren Grund gegeben haben könnte, einmal weg, stellen wir fest: Er tut es, mit Absicht, mit Vorsatz und zwar oft.

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Freuen wir uns jetzt?

Die Niederländer haben gewählt und Geert Wilders nicht mit Platz 1 beehrt. Immerhin. Wenn ich mir die Prozentwerte der Parteien bei unseren westlichen Nachbarn allerdings so anschaue, kommt niemand auf einen unangefochten ersten Platz. Es drängt sich viel mehr der Eindruck auf, dass unübersichtlich viele Parteien nun versuchen müssen den Wählerwillen in Politik zu übersetzen. Wie das bei sieben Parteien funktionieren soll, ist zumindest mir noch nicht so ganz klar. Ja, Sie haben richtig gelesen, ganze sieben Parteien sind mit Prozentzahlen von 21,3 Prozent für Mark Ruttes sozial-konservative VVD (Volkspartei für Freiheit und Demokratie) über 13,1 Prozent, welche die Ein-Mann-Schau von Geert Wilders (PVV, Partei für Freiheit) erreicht hat, den dritten Platz, den Sybrand van Haersma Buma mit 12,5 Prozent für den CDA (Christlich-Demokratischer Aufruf) errungen hat, his zu 5,7 Prozent für die sozial-demokratische PvdA (Partei der Arbeit) mit ihrem Spitzenkandidaten Lodewijk Asscher. Es scheint mir etwas unübersichtlich und das liegt nicht nur an den lustigen Konsonanten/ Vokalhäufungen der ausschließlich männlichen Spitzenkandidaten (haben die in den Niederlanden keine Frauen?)

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Kommt nicht in die Tüte

Es fing vor ein paar Jahren an. Wir wanderten in Costa Rica durch den Dschungel. Corcovado im Südwesten Costa Ricas auf der Halbinsel Osa ist ein so genannter Primär Urwald. Noch nie haben Menschen dort Bäume gefällt. Das Ökosystem ist so, wie es über die Jahrhunderte entstanden ist. Bevor die Ranger einen in den Nationalpark lassen, erklären sie jedem Besucher ausführlich, wie man sich im Angesicht von Geparden, Haien oder Alligatoren verhalten sollte. Außerdem haben die Wärter uns eingeschärft, dass wir alles, wirklich alles wieder mit hinaus nehmen müssten, was wir in den Wald hinein trügen. Kein Müll dürfe zurück bleiben.

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Heimwehküche

Essen kann mich innerhalb von Sekunden in eine andere Zeit oder an einen anderen Ort beamen. Gerüche funktionieren manchmal auch so. Ich esse etwas oder ein ganz bestimmter Geruch fliegt an meiner Nase vorbei und zack bin ich im Jahr 1982. Meine Oma jagt ein verirrtes Huhn aus ihrer Küche und schneidet warmen duftenden Deeschert auf, so dass die dicke Kruste kracht. Es ist nicht mal so, dass ich als Kind dieses Kartoffelbrot meiner Oma aus dem Rheinland besonders gerne gegessen hätte. Ich fand, dass es gar nicht wie normales Brot schmeckte und das war damals ein ausreichender Grund für verhaltene Begeisterung.

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Schwierige Situationen

Also für mich wäre das ja nix. Ich würde es schlicht nicht tun. Zu viel Schiss. Plötzlich zu viel Spucke im Mund, unsichere Knie und Gedankenkreisel im Kopf. Höhe kann ich nicht so wirklich gut.* Aber was wäre, wenn ich wirklich müsste? Weil die Alternative noch viel schlimmer ist als ein bisschen zu viel Speichel?
Menschen gehen unterschiedlich mit ihrer Angst um und dann auch wieder ganz ähnlich. Was genau ist eigentlich der Punkt, an dem manche ihre Angst überwinden und andere sich trauen, sich nicht zu trauen?
Maximilien Van Aertryck und Axel Danielson haben die Momente zwischen Mut, Angst und Entscheidung eingefangen in einer Art psychologischer Versuchsanordnung, die jeder sofort versteht: Ein Zehn-Meter-Turm im Hallenbad im Tageslicht, eine Kamera und Menschen, die die Leiter hinauf geklettert sind.

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Blumenkohl

Blumenkohl kenne ich, esse ich so mittelgerne. Kann man tun, tut nicht weiter weh, kann man aber auch ganz gut lassen. So, dachte ich jedenfalls. Jetzt sind mir ja für das Neue Jahr irgendwie nicht so recht gute Vorsätze eingefallen, das Allermeiste braucht in meinem Leben gerade keine Neu-Ausrichtung. Irgendwann ist mir dann aber doch noch was eingefallen, was ich ein bisschen aufbessern könnte. Wieder abwechslungsreicher, gesünder, mehr Vitamine, mehr Nährstoffe, vor allem aber leckerer essen. Nicht immer die ewig gleichen Gerichte kochen, die es hier mangels weiteren Nachdenkens oft gibt.

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