Ein Dutzend Momente an einem sehr sonnigen 12. Oktober. Hier erklärt Caro, wie das Blogprojekt funktioniert.
Wochenend und Sonnenschein
Einige Bemerknisse zum Zugfahren
1. Zugfahren ist super zum Nachdenken
Wir sitzen im Zug und ich find’s toll. Endlich mal wieder Zeit, in Ruhe was zu lesen. Also nicht nur drei Seiten und schon ist es so spät-müde, dass ich dringend einschlafen muss, wegen morgen, dem frühen Wecker und all der „Muss-ich jetzt-erledigen“-Dinge, die dann folgen. Außerdem ist das Internet auch in ICEs mehr so ein vorbei flatterndes Phänomen, eines, dass ich als eingebautes On-Line- Detox- Werkzeug einstufen möchte. Vier ganze Stunden zum Lesen, Denken, aus dem Fenster-Gucken, dem Alltagsprinzen beim Vorlesen zuhören (Pettersson und Findus für das Kind, das inzwischen einen Zuckerschock haben muss). Weiterlesen
Die Vorfreude zum Wochenbeginn
Meine neue Wohnung hat ein Esszimmer, das nach Osten schaut. Ein prima Ort um mich auf die noch junge Woche zu freuen. Die Sonne schimmert zartgrün in meinen neuen Wohnbaum.* Wie immer am Anfang ist alles voller Vorhaben. Aber ich bin wildentschlossen, mich nicht mehr aus dem Takt bringen zu lassen. Und den richtigen Mix aus machen müssen, machen wollen und machen können zu finden. Weiterlesen
Taktgefühl
So ganz ist es noch nicht wieder da, das richtige Taktgefühl, immer noch nicht. Der Alltag will sich nicht einpendeln. Aus ungeklärten Gründen verschieben sich die Zeitfenster immer wieder aufs Neue und noch seltsamer: Fest eingeplante Zeiten verschwinden dabei. Einfach so. Ich weiß ganz genau, dass ich Montag Nachmittag die Vorfreude zum Wochenanfang schreiben wollte. Nachdem Montag Nachmittag vorbei geflitzt war, ohne das die Vorfreude passierte, dachte ich, macht nichts, haste ja noch ein offenes Fenster am Dienstag. Und wissense was? Dienstag verschwand dieses zweite Fenster auch wieder in so in einem Loch. Zack, weg. Und nun ist versehentlich bereits Freitag Samstag, der Alltagsprinz sitzt auf dem Sofa und möchte Essen gehen und ich will mich endlich mal gescheit auf irgend etwas freuen, statt immer nur so zu machen.
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Vorfreude zum Wochenanfang
Lauter und leiser. Gerade habe ich den Eindruck, dass mein Leben in letzter Zeit beides geworden ist. Es ist mehr los, ich reise durch die Welt, sehe öfter und mehr Freunde. Neuerdings pflege ich so alberne Dinge wie „Freizeit- und Sozialstress“. Bitte, die Anführungszeichen müssen sein, sonst könnte die geneigte Leserin, der Leser wahrscheinlich auch, denken, ich fände es doof, meine Freunde zu sehen, neue Menschen kennen zu lernen und tolle Freizeitsachen zu machen (rudern, Pflaumen pflücken, stylische Partys im Hafen besuchen, Pflaumen einkochen, oh, wie das duftet, lustige Familienfeste besuchen, den Lieblingsneffen kitzeln, coole Konzerte mit dem fast schon erwachsenen Patensohn besuchen, Handstand üben, dem Kind beim Reiten zuzusehen). Gestern habe ich doch glatt einen sehr netten Wochenend-Ausflug nicht zu gesagt, wegen, puuh, alles gerade ganz schön viel. Laut eben. Leiser ist es auch geworden, Weiterlesen
Aus dem Takt
Psychologen sagen einem das immer, nicht wahr? Man solle mal die Gewohnheiten ändern, alles durchschütteln. Und am Ende kommt so was Belangloses dabei heraus, dass ich dann mal eine Weile auf der linken Seite des Bettes liege anstatt auf der rechten. Hat nie was gebracht. Der Umzug plus meine Urlaube aber schon. Es braucht alles noch ein wenig Zeit, bis ich mich mit meinen neuen Gewohnheiten zurecht gefunden habe. Leider ist in letzter Zeit auch das Bloggen dabei zu kurz gekommen. Weiterlesen
Soul Scent

Heimatduft. – Seit ein paar Stunden riecht meine neue Wohnung wieder nach Zuhause. Seit gestern Abend fühlt sich mein neues, altes Leben wieder ausreichend vertraut an. Es hat krass lange gedauert. Und es war gut so.
Aber fangen wir vorne an: Weiterlesen
Montagmorgen und die Vorfreude
auf die kommende Woche. Am Samstag hat es einen kurzen, wehmütigen Moment weh getan. Wir sind aus meiner Wohnung in der Schanze ausgezogen, dreizehn Jahre habe ich dort gelebt. An keiner Adresse habe ich bisher länger gewohnt. Hach. Aber jetzt Weiterlesen
Blau, weiß, rot und andere drängende Farben
Die Vorfreude steht diese Woche ganz unter innenarchitektonischen Fragezeichen. Am Samstag ziehe ich um. Möglicherweise wird die neue Wohnung eine Zwischenlösung, vielleicht meine Arbeitswohnung. Andere Journalistinnen wohnen mir das gerade vor. Oder ich bewohne sie lange und glücklich. Weiterlesen
Von Jazz und anderen Rhythmuswechseln
Als wir den Eingang zu Blohm und Voss passierten, fielen die ersten dicken Tropfen* vorsichtig auf uns hinab, einzelne bloß und es war tropisch warm (oder besser: So feuchtwarm, wie wir Hamburger uns die Tropen vorstellen.) Wir fanden es lustig. Kurz darauf sind es mehr Tropfen geworden, viel mehr, Bindfäden, Sturzbäche. Ich hatte nicht mal eine Regenjacke mitgenommen, so sehr war mir in den letzten Wochen dieses verfrühten Sommers, das Gefühl dafür abhanden gekommen, es könne anderes Wetter geben als „heiter bis sonnig“. Kann es. Weiterlesen













