Die Vorfreude zum Wochenbeginn

Meine neue Wohnung hat ein Esszimmer, das nach Osten schaut. Ein prima Ort um mich auf die noch junge Woche zu freuen. Die Sonne schimmert zartgrün in meinen neuen Wohnbaum.* Wie immer am Anfang ist alles voller Vorhaben. Aber ich bin wildentschlossen, mich nicht mehr aus dem Takt bringen zu lassen. Und den richtigen Mix aus machen müssen, machen wollen und machen können zu finden.

Neulich im Ruderboot fragte mich Manu, meine Trainingspartnerin, ob ich die Yoga-Lektionen von Mady Morrison kennte, wo ich doch so viel Yoga mache. Nö, sagte ich, nie gehört. Bis eben. Mady mit der hübschen Schneckenfrisur kenne ich doch schon seit einer guten, einer sehr guten Weile sogar. Mit ihr habe ich letzten Winter an meiner Handstandtechnik geübt. Nicht, dass ich den jetzt schon richtig könnte, aber ich bin weiter gekommen, ein paar Sekunden kann ich ihn frei stehen. Mady hat aber auch viele andere kurze und längere Yoga Einheiten aufgenommen, die sich gut in den Alltag integrieren lassen.

Zufällig bin ich über Die Konsumentin gestolpert. Weniger Kleidung zu kaufen, dafür aber die richtige und die länger zu tragen, mache ich schon länger. Dass all diese Sachen ökologisch und sozial verträglich einwandfrei produziert seien, Ähem, das ist mir oft doch zu teuer. Mag kurzfristig gedacht sein, ist aber trotzdem so. Immerhin machen wir im Oktober zum zweiten Mal eine Kleidertauschparty mit einigen Freundinnen.** Die Inspiration dazu kam von den Schwestern meiner Mutter, die schon immer eifrig Kleidung hin und her getauscht haben. Niemand war dabei so elegant, so französisch, ach was, so kosmopolit wie meine Tante Dorothee. Immer hatte die Doro gerade irgend etwas Neues in der aktuellen Vogue entdeckt, einem edlen Laden in der Kölner Innenstadt oder gleich aus Paris mitgebracht. Selbstverständlich war tiefdunkelblau wesentlich schicker als schnödes Schwarz. Und wenn doch, dann musste es diese rockige Lederjacke aus Paris sein, kombiniert mit einem zarten Rock aus Seidenmoirée oder der Jumpsuit aus cremigem Leinen. Obwohl, ich gaube, Jumpsuit sagte damals noch niemand. Stets fühlte ich mich ein klein wenig cooler und lässiger nach einem Nachmittag mit meinen Tanten und Cousinen, von dem ich ein paar gebrauchte neue Kleidungsstücke mitbrachte.

  • * Meine alte Wohnung in der Schanze war lange eine Art Baumhaus. Bis zu dem Tag, als ich nach Hause kam und ein Mann mit Bauhelm mich etwa auf Augenhöhe anlächelte. Das war das Ende meines Wohnbaumes, der behelmte Arbeiter war mit mit Seil in den Baum geklettert und sägte ihn nur Stück für Stück klein.
    ** Danke Kate
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