Taktgefühl

So ganz ist es noch nicht wieder da, das richtige Taktgefühl, immer noch nicht. Der Alltag will sich nicht einpendeln. Aus ungeklärten Gründen verschieben sich die Zeitfenster immer wieder aufs Neue und noch seltsamer: Fest eingeplante Zeiten verschwinden dabei. Einfach so. Ich weiß ganz genau, dass ich Montag Nachmittag die Vorfreude zum Wochenanfang schreiben wollte. Nachdem Montag Nachmittag vorbei geflitzt war, ohne das die Vorfreude passierte, dachte ich, macht nichts, haste ja noch ein offenes Fenster am Dienstag. Und wissense was? Dienstag verschwand dieses zweite Fenster auch wieder in so in einem Loch. Zack, weg. Und nun ist versehentlich bereits Freitag Samstag, der Alltagsprinz sitzt auf dem Sofa und möchte Essen gehen und ich will mich endlich mal gescheit auf irgend etwas freuen, statt immer nur so zu machen.

Am Sonntag werden wir nach Hannover zur Maker Fair fahren. So! Deshalb habe ich beschlossen mich darauf zu freuen. Wenn ich ehrlich bin, freue ich mich aber auch auf die Zugfahrt dahin. Denn dann kann ich endlich mal wieder Podcasts hören. Ich habe gerade ein paar neue entdeckt. Sexy und bodenständig von Till Raether und Alena Schröder. Die beiden reden übers Schreiben, wie sie es tun, wann es Spaß macht, wann eher nicht so, wann und dass es Arbeit ist, was sich manchmal doof anfühlt, wenn man zum Beispiel den ganzen Tag versucht hat, was zu schreiben, stundenlang aber eher rumgesessen, recherchiert, prokrastiniert. (Warum kommt mir das gerade nur bekannt vor?)

Außerdem habe ich neulich den Podcast von Katarzyna Mol-Wolf entdeckt: Kasia trifft. Ich mochte das Kasias Gespräch mit Franziska Birnbach, die „Start with a friend“ gegründet hat. Der Verein bringt Geflüchtete und Einheimische zusammen. Denn jeder braucht einen Freund, wenn er irgendwo neu ist. Und wir Einheimischen können stolz sein auf unsere Willkommenskultur. Ganz ähnlich hat für mich das Programm Ankerlicht des Vereins Schlaufox in Hamburg funktioniert. Ziel des Programms ist es jungen Geflüchtete dabei zu unterstützen ihre Bildungschancen wahr zu nehmen. So habe ich Arvid geholfen, der inzwischen ganz erfolgreich eine Lehrer als Elektriker macht. Zum Glück ist es dabei nicht geblieben. Heute habe ich einen Freund mehr, der mir neulich mega-engagiert beim Umzug geholfen hat.

Vielleicht höre ich auch in den neuen Podcast von Stefanie Luxat rein. Es soll um gesunde Ernährung, Selbstliebe und Nachhaltigkeit aka das gute Leben gehen.
Es könnte also sein, dass die Zugfahrt nach Hannover zu kurz wird.

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