Jeden Tag geht die Sonne auf. Auch wenn ich nix davon sehe, sie muss da sein.
Torontos Räder
Meistens erscheint mir Fahrrad fahren viel besser, ich habe dann schlagartig Bilder von Sport an der frischen Luft und einer besseren Welt mit weniger Abgasen vor mir, so Bullerbü-Bilder eben. Blöderweise
Sind wir jetzt alle Charlie?
Je suis Charlie, ich bin Charlie – seit gestern lese ich das überall. Das grausame Attentat von Paris, dem bisher 12 Menschen des Magazins Charlie Hebdo zum Opfer fielen, beherrscht seit gestern die Medien. Viele Menschen bekunden seitdem unter dem Hashtag #Je suis Charlie ihre Solidarität. Falsch ist das nicht. Ich will auch nicht, dass die Welt so wird, wie die Pariser Mörder sie zurecht schießen wollten. Aber erreichen wir das Ziel dadurch, dass nun alle schnell und billig ihre Solidarität in die Welt rufen? „Ich bin Charlie“. Passiert davon irgendetwas? Ich bin mir nicht sicher.
Wochenend-Inspiration IX
Gute Vorsätze
… mit Pinterest. Da habe ich dies hier gefunden: „Der beste Zeitpunkt für gute Vorsätze ist Silvester, gute Ausreden sind dagegen saisonübergreifend nützlich.“ Warum ist das so? Schließlich kann ich mir zu jedem beliebigen Zeitpunkt vornehmen, etwas in meinem Leben zu ändern. Warum machen wir das also ausgerechnet an Sylvester?
Egal,
Feine Kost
Auf den ersten Blick ist mir nicht aufgefallen, worum es in Alexa Karolinskis Film „Oma & Bella“ geht. Auf den ersten Blick sieht man nämlich einfach zwei alte Damen kochen. Kochen, backen und ihr Essen anpreisen. Mehr nicht, aber auch nicht weniger. Auf den zweiten Blick habe ich entdeckt,
Tondern im Advent
Es ist ja manchmal so, dass man sich Sachen vorstellen muss, wenn man ein Buch schreibt. Als ich zum Beispiel das Sylt-Buch geschrieben habe, löste der Frühling gerade den Winter ab. So weit so schön, Sylt ist prima im Frühling, noch besser im Sommer, finden die meisten und hat seine ganz eigene Stimmung im Herbst, finde ich. Denn da habe ich begonnen, auf der Insel für das Buch zu recherchieren. Zu einer gedanklichen, äh, Herausforderung*, wurde es, als ich über die Ausflüge schrieb, die man von Sylt aus unternehmen kann, nein: sollte.
Tondern in Süddänemark zum Beispiel
Gertrud
Oder wie schwer die Liebe doch ist. Eigentlich weiß das natürlich jeder Mensch, der einigermaßen erfolgreich erwachsen geworden ist. Man hat’s ja schon mal ausprobiert: Das Sich-Verlieben, das Schmetterlingshafte im Bauch, die Atemlosigkeit, in der so viel Glück steckt. Und später dann, nach dem Ende, die Atemlosigkeit, in der das ganze Unglück dieser Welt zu wohnen scheint. So schlimm, dass es bestimmt nie wieder weg geht. Tut es dann zum Glück irgendwann doch. Und wer richtig Glück hat im Leben, kennt auch das Gefühl sich genau richtig, sicher geborgen und gleichzeitig begehrt zu fühlen in – ohne dass das irgendwann enden muss.
Gertrud kennt dieses Gefühl wohl nicht.
Flüchtige Freunde
oder: La Ville Rose
Rosa Stadt nennen die Toulousains ihre Stadt. Und es stimmt: Die Ziegelsteine der adretten Bürgerhäuser leuchten von Hellrot über Zartrorange bis zu leuchtendem Rosa. So viel in die Luft geschaut wie hier habe ich lange nicht. Immer wieder gibt es ein neues Detail zu entdecken. Lavendelblaue Fensterläden, zierliche Verzierungen, auf der Fensterbank eine kuschelige kleine Katze , ach und guck, da oben dieser elegante Fensterbogen.
Es werde Licht
Mit dem Herbst und dem Zuhause wohnen gibt es nur ein klitzekleines Problem. Es ist doch recht dunkel. Ganz jahreszeitenkonform (das Wort habe ich ausgeliehen) für den Norden. Aber doch ein bisschen lästig.
Also muss Licht her. Eigentlich bin ich gar nicht so der Basteltyp. Aber eine Leuchte, wie ich sie mir für den Herbst vorgestellt habe, war einfach nicht aufzutreiben. Und so habe ich selber losgelegt.














