Das Lieblingsbuch

Mathilde mag es zu lesen

Ich habe eine große Bücherwand aus weißen Regalen in meinem Wohnzimmer aufgebaut. Bildungsbürgerliches Angebertum lautet wohl die korrekte Diagnose. Zu meiner Entschuldigung kann ich aber zumindest anführen, dass ich auch ganz für mich alleine gerne auf meine Bücher schaue. Einfach so, beim auf-dem-Sofa-Herumlümmeln, beim Fernsehen. Mich überfällt dann sanfter Besitzerstolz. Manchmal gehe ich am Regal entlang, nehme ein Buch in die Hand, lese ein paar Zeilen. Dass ich einen ganzen Roman ein zweites Mal lese, kommt eher selten vor. Bei

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Hamburger Nächte

Internationales Maritimes Museum in Hamburg - Mathilde mag das

sind toll. Besonders wenn es die lange Nacht der Museen gibt. Gut, es kann schon mal passieren, dass Wind aufkommt oder sonstige Kälte-Einbrüche. Aber da kennen die Hamburger ja nix, so ein bisschen Sturm und/ oder Regen hält hier niemanden zu Hause. Ob sanfte vorsommerliche Abendstimmung oder eher raue Hamburger Hafennacht – jede Lange Nacht der Museen war bisher toll. Wir haben neue Bands gehört, sind versehentlich viel länger geblieben, als geplant, weil im Innenhof des Hamburger Rathauses diese tolle Jazzkombo spielte. Darüber haben wir sogar die Führung zu den Räumen in den oberen Etagen verpasst. (Tss, habe ich halt noch nie das Bürgermeisteramtszimmer von innen gesehen). Auf einer Langen Nacht der Museen war es auch, dass ich das Hafenmuseum entdeckt habe. In einem alten Hafen-Speicher auf dem Kleinen Grasbrook wird die Geschichte des Hafens in Objekten und Fotos nacherzählt.

Dieses Jahr haben wir

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Durch’s Netz gegangen #5

Mathilde mag ihren Espresso Macchiato

Diesmal mit Claus Ast, Delicous Days, Tiny Spoon und dem Trüffelschwein.

Es ist wieder Montag und damit Zeit für eine frische Leseliste zum morgendlichen (na gut, wer möchte auch gerne mittäglichen, nachmittäglichen oder was-weiß-ich-wann) Kaffee. À propos Café, neulich musste ich tagsüber gut anderthalb Stunden zwischen zwei Terminen überbrücken. Also ging ich in die hübsche kleine Elbgold Filiale am Mühlenkamp, packte meinen Rechner aus und wollte eigentlich rasch einen Artikel fertig schreiben. Dazu kam es nicht so wirklich. Die anderen Leute waren einfach zu … unterhaltsam.

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Jenseits der Untiefen

Die Autorin des Romans Jenseits der Untiefen: Favel Parrett

Die Autorin des Romans Jenseits der Untiefen: Favel Parrett

Als kleines Mädchen, bekam Favel Parrett Angst vor dem Meer. Mit ihrer Familie überquerte sie den Bass Strait, eine Seestraße, die Südaustralien von Tasmanien trennt. Sie würden den Rest ihrer Kindheit auf der tasmanischen Seite bleiben. Der fünfjährigen Favel jedenfalls wurde auf der Fähre kreuzübel. Jahrelang wollte sie sich dem Wasser mit seinen Untiefen, Stürmen und Unwägbarkeiten nicht näher als nötig nähern. Gar nicht so einfach, wenn man auf einer relativ kleinen Insel mitten im Pazifik lebt.
Wann sie ihre Roman „Jenseits der Untiefen“ angefangen hat,

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Durch’s Netz gegangen #4

Mathilde mag ihren Cappuccino

Diesmal mit Twitter, Ninia Lagrande, Frau Nessy und Pia Ziefle.

Sonntag Abend ist bei mir Tatortzeit. Fast immer. Als Ausreden gelten Aufenthalte im Ausland und schwere Krankheitsfälle in der Familie, sonst eher nix. Seit einiger Zeit habe ich Twitter als Begleitmedium zum Tatort für mich entdeckt. Das funktioniert eigentlich genauso wie die Hin- und Her-Telefoniererei, die ich früher mit meinem Ex-Freund betrieb (als der noch kein Ex vor dem Namen trug und wir uns sonntagsabends öfter in verschiedenen Wohnungen aufhielten). „Oh Gott, hast Du diesen Spacko von Kommissar gesehen? Wie kommt der da drauf, abends alleine zum Verdächtigen raus zu fahren.?“ Oder so ein fixer Anruf um viertel vor neun: „Gleich wird’s kriminell. Muss, kommt immer um die Zeit.“ Für die Sorte wesentliche Besprechungen ist Twitter prima. Und das Tolle daran,

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Reiten – nur was für Mädchen?

Mathilde mag das

Harriet erzählt, was die Faszination des Reitsports ausmacht.

Als Kind bin ich geritten. Einmal die Woche bin ich ins Nachbardorf geradelt. Nach dem obligatorischen Striegeln habe ich dann auf Fides oder Schecky Schritt, leichten Trab und Galopp geübt. Klar, wir waren mehr Mädchen als Jungs, aber es gab welche. Die vorherrschenden Farben im Stall waren dreckigweiß, braun und schwarz.

Schnitt.

Nach jahrelanger Abstinenz habe ich vorletztes Jahr wieder angefangen zu reiten. Es hat sich was verändert. Zwar gibt es immer noch einen wortkargen, brummigen Reitlehrer & Hofherrscher, der allen Freizeitreitern sagt, wo es lang geht. Aber die vorherrschende Farbe ist jetzt eindeutig schmutzigrosa mit ein paar Glitzerdetails. Es laufen fast nur kleine Mädchen umher. Die Unterhaltungen drehen sich um die besten rosa-karierten Reitstrümpfe, gesteppte Reitwesten (gibt es auch in Pink) und Lederarmbänder mit kleinen Talismännern. Vor allem aber scheint das seelische Wohlbefinden der Vierbeiner ein wichtiges Thema zu sein. „Lass Smilla lieber noch ein wenig länger auf der Weide stehen, die ist immer noch so down, weil Gaia verkauft wurde.“ Oder: „Guck mal, Heinrich hat schlechte Laune.“

Habe ich mich bloß verguckt, oder ist Reiten wirklich so, äh, rosa geworden? Ich war viele Jahre nicht dabei, deshalb frage ich mal jemanden, der sich mit dem Reiten und den Mädchen auskennt. Harriet Jensen betreibt einen erfolgreichen Freizeit Reitblog,

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Der Araber von morgen

Der Araber von Morgen 6 - Mathilde Magazin

„Alle Frauen wollten mich im Arm halten.“ Was für ein Anfang. Ich stelle mir mal kurz vor, wie es wäre, wenn alle Jungs mich …. vielleicht gar nicht mal so schlecht. So jedenfalls beginnt der französische Zeichner Riad Sattouf seine farbsatte graphische Novelle über seine Zeit als süßes blondes Kind: Der Araber von morgen. Der kleine Araber, welcher der Sohn einer bretonischen Mutter und eine syrischen Vaters mal war, verlebte den größeren Teil seiner Kindheit in arabischen Staaten, Syrien, dem Libanon. Erst mit 13 kehrte er nach Frankreich zurück.

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