Weihnachtszauber, Wehrfritz und wilde Vorfreude

Es sind Germanistinnen-Bedenken/ Journalistinnen-/ Texterinnen-Überlegungen, zweifelsohne. Elegant sollte die Überschrift dahin perlen, in Alliterationen von einem W zum nächsten. Nur wollte sich blöderweise kein vorfreudiges W finden. Und Vorfreude herrscht hier gerade in jeder Hinsicht. Jedenfalls passte Wehmut überhaupt nicht in die Reihe, auch wenn es etwas später um Bücherwände in privaten Wohnräumen gehen soll und in denen steckt ganz sicher auch ein wenig Erinnerung an gelebte und verlesene Tage. Bei solchen Schwierigkeiten Herausforderungen gibt es zum Glück das Internet. Ich ließ also die Suchmaschine laufen* und zack war da auf einmal Wehrfritz. Weiterlesen

Vollkornlektüre

Oder: So riecht der November*

Nach warmen Wind und warmen Kerzenwachs. Gelber Kerzenwachs, meinetwegen schwarzer oder blauer, noch sollen die Kerzen nicht rot sein. Es ist schließlich November und Weihnachten noch weit weg. Der November riecht jetzt manchmal nach heißer Schokolade mit einer kleinen Prise Marzipan. Kartoffelsuppe verströmt ihren warmen behäbigen Duft, ein paar würzige Speckwürfel drängeln sich dazwischen. Unbedingt riecht der Herbst nach frischen Buchseiten, solchen, die sich noch etwas schwerfällig öffnen lassen. Nach dicken Decken und Erkältungstropfen. Weiterlesen

Montagmögerei

… auch wenn heute versehentlich schon Dienstag ist. Davon, dass ich die Blog Post nicht an dem Tag fertig schreibe, an dem ich sie angefangen habe, davon, so habe ich beschlossen, lasse ich mich nicht aus dem Takt bringen.

Es ist immer noch strahlend sonnig und sattblau. So langsam wird mir das ein wenig unheimlich. Schließlich haben wir Mitte Oktober und ich lebe gar nicht im Süden Weiterlesen

Wochenend und Sonnenschein

Einige Bemerknisse zum Zugfahren

1. Zugfahren ist super zum Nachdenken

Wir sitzen im Zug und ich find’s toll. Endlich mal wieder Zeit, in Ruhe was zu lesen. Also nicht nur drei Seiten und schon ist es so spät-müde, dass ich dringend einschlafen muss, wegen morgen, dem frühen Wecker und all der „Muss-ich jetzt-erledigen“-Dinge, die dann folgen. Außerdem ist das Internet auch in ICEs mehr so ein vorbei flatterndes Phänomen, eines, dass ich als eingebautes On-Line- Detox- Werkzeug einstufen möchte. Vier ganze Stunden zum Lesen, Denken, aus dem Fenster-Gucken, dem Alltagsprinzen beim Vorlesen zuhören (Pettersson und Findus für das Kind, das inzwischen einen Zuckerschock haben muss). Weiterlesen

Die Vorfreude zum Wochenbeginn

Meine neue Wohnung hat ein Esszimmer, das nach Osten schaut. Ein prima Ort um mich auf die noch junge Woche zu freuen. Die Sonne schimmert zartgrün in meinen neuen Wohnbaum.* Wie immer am Anfang ist alles voller Vorhaben. Aber ich bin wildentschlossen, mich nicht mehr aus dem Takt bringen zu lassen. Und den richtigen Mix aus machen müssen, machen wollen und machen können zu finden. Weiterlesen

Taktgefühl

So ganz ist es noch nicht wieder da, das richtige Taktgefühl, immer noch nicht. Der Alltag will sich nicht einpendeln. Aus ungeklärten Gründen verschieben sich die Zeitfenster immer wieder aufs Neue und noch seltsamer: Fest eingeplante Zeiten verschwinden dabei. Einfach so. Ich weiß ganz genau, dass ich Montag Nachmittag die Vorfreude zum Wochenanfang schreiben wollte. Nachdem Montag Nachmittag vorbei geflitzt war, ohne das die Vorfreude passierte, dachte ich, macht nichts, haste ja noch ein offenes Fenster am Dienstag. Und wissense was? Dienstag verschwand dieses zweite Fenster auch wieder in so in einem Loch. Zack, weg. Und nun ist versehentlich bereits Freitag Samstag, der Alltagsprinz sitzt auf dem Sofa und möchte Essen gehen und ich will mich endlich mal gescheit auf irgend etwas freuen, statt immer nur so zu machen.
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Vorfreude zum Wochenanfang

Lauter und leiser. Gerade habe ich den Eindruck, dass mein Leben in letzter Zeit beides geworden ist. Es ist mehr los, ich reise durch die Welt, sehe öfter und mehr Freunde. Neuerdings pflege ich so alberne Dinge wie „Freizeit- und Sozialstress“. Bitte, die Anführungszeichen müssen sein, sonst könnte die geneigte Leserin, der Leser wahrscheinlich auch, denken, ich fände es doof, meine Freunde zu sehen, neue Menschen kennen zu lernen und tolle Freizeitsachen zu machen (rudern, Pflaumen pflücken, stylische Partys im Hafen besuchen, Pflaumen einkochen, oh, wie das duftet, lustige Familienfeste besuchen, den Lieblingsneffen kitzeln, coole Konzerte mit dem fast schon erwachsenen Patensohn besuchen, Handstand üben, dem Kind beim Reiten zuzusehen). Gestern habe ich doch glatt einen sehr netten Wochenend-Ausflug nicht zu gesagt, wegen, puuh, alles gerade ganz schön viel. Laut eben. Leiser ist es auch geworden, Weiterlesen

Aus dem Takt

Psychologen sagen einem das immer, nicht wahr? Man solle mal die Gewohnheiten ändern, alles durchschütteln. Und am Ende kommt so was Belangloses dabei heraus, dass ich dann mal eine Weile auf der linken Seite des Bettes liege anstatt auf der rechten. Hat nie was gebracht. Der Umzug plus meine Urlaube aber schon. Es braucht alles noch ein wenig Zeit, bis ich mich mit meinen neuen Gewohnheiten zurecht gefunden habe. Leider ist in letzter Zeit auch das Bloggen dabei zu kurz gekommen. Weiterlesen