Regenlieder
Es fing nicht gut an mit mir und dem Elbjazz. Dabei liebe mag ich Festivals. – Die Stimmung, die Leute, die Musik. Und dann auch noch das Elbjazz! Rebekka Bakken, Echoes of Swing, Dianne Reeves, Gregory Porter – es waren eine Menge tolle Leute angekündigt. Nicht, dass ich mich wirklich gut im modernen Jazz auskenne. Aber ich höre gerne andere Klangwelten Wenn ich die Wahl habe zwischen überbekannten Radiohits und Klängen, auf die ich alleine nie im Leben gekommen wäre, dann erlebe ich lieber letzteres. Besonders Rebekka Bakken wollte ich gerne hören. Ihre wunderbare samtweich gelassene Stimme begleitet mich öfter beim Fahrradfahren. Gregory Porter hatte ich im letzten Jahr verpasst, weil ich wegen des Regens die meiste Zeit auf der städtischen Seite der Elbe geblieben war und lieber Konzerte in St. Katharinen und in der Altonaer Fischauktionshalle gehört hatte. Aber dieses Jahr sollte es rüber zum Werksgelände von Blohm und Voss gehen. Dazu später mehr.
Erstmal fing es, sagen wir, schwierig an.
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Zeitschriften sind so Achtziger
Ich habe Zeitschriften geliebt. Hätten wir einen Dachboden gehabt, dann wäre ich heute vielleicht stolzer Besitzer eines umfangreichen Archivs. Höchstwahrscheinlich könnte ich jetzt noch in alten Ausgaben der Constanze elegante Damen bewundern, über schultergepolsterte bonbonfarbenen Jackets in der Freundin schmunzeln. Oder diese Schminktipps in der Brigitte. Die waren immer ein bisschen wie ein Fotoroman: ein hübscher Mädchenmund nach dem nächsten zeigte in Großaufnahme, wie ich mit Lippenstift, Gloss und Konturstift umgehen sollte. Architektur, Mode, Lifestyle, alles was man bunt bebildern kann, habe ich gerne geblättert. Leider wohnten wir in einem Ziegelstein-Bungalow im Stil des späten Bauhauses. So viele Vorteile ein derart cooles Elternhaus haben mag, ein Dachboden gehört nicht dazu.
Später
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Junges Blog zum Mitreisen gesucht
Im September werde ich nach Toulouse fahren, jipeeh! Manchmal ist es gar nicht so schlecht, einen Plan eine Weile im voraus zu fassen. So habe ich mehr Zeit fürs Vorfreuen. Mit dem Vorfreuen ist es ein bisschen so wie mit dem Vorglühen, das wir als Teenager vors Ausgehen vorgeschaltet haben. Das kann so viel Spaß machen, dass
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Helm und Hut
In Finnland sollen sie schon Pflicht sein, habe ich neulich gelesen. Fahrradhelme zum Schutz des Kopfes. Dass sie das besser können als eine Strickmütze oder eine Baumwollkappe, leuchtet mir ein. Schöner macht es die Dinger nicht. Warum ist das eigentlich so? Schließlich gibt es doch auch coole Kappen und lässige Mützen. Viele ziehe ich gerne auf. Die hellblaue Strickmütze aus Baumwolle mit den weißen und dunkelroten Streifen sitzt so schön lässig auf dem Kopf. Oder die schwarze bretonische Kappe – sie ist die perfekte Ergänzung zum Streifenshirt. Der schlichte Strohhut passt zum Sommer wie Erdbeereis und Sonnencreme. Setze ich alle gerne auf. Nein, es fehlt ein t: setzte. Das war einmal.
Tortenträume
Die Luft duftet nach frisch geröstetem Kaffee, darüber schwebt der Geruch von zuckerleckeren Torten. Im März ist der Wind an der Nordsee noch ganz schön kräftig. Umso durchgewehter sind wir, als wir das Dorfcafé in St. Peter Dorf betreten. Der kleine Raum ist pickepackevoll mit kleinen Tischen, großen Torten und erstaunlich vielen Gästen. Wir haben Glück und ergattern einen Miniplatz in der Ecke. Gerade haben wir uns warm geplaudert, schon steht Kisten Krause vor uns und wenig später gigantisch große Kuchenstücke. So muss Urlaub sein. Wieselflink bewegen sich Kirsten und ihre Tochter Laura durch den kleinen Raum, servieren hier ein extradickes Tortenstück ab, plaudern dort mit einem Gast.
Wie ein normales Café wirkt der gemütliche kleine Laden nicht, eher
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Wochenend-Inspiration V
Wochenend-Inspiration IV
Die Reisen der Anderen
Reisen ist wunderbar! Ich darf andere Leute in ihrem Leben besuchen, das allerbeste Gelato in Italien genießen, unfassbar viele verschiedene Käsesorten in Frankreich probieren, ach und so viel mehr. Oft gibt es wunderschöne Gebäude und Kunstwerke zu besichtigen. Erstaunlich viele nette Menschen kreuzen meinen Weg. Ich bin meistens entspannt und nehme vieles gelassen, was mich zu Hause aufregen würde. Unpünktliche und volle Busse, lange Schlangen, stickige Hotelzimmer. Wenn ich mir die Liste hier so anschaue, dann trifft entspannt es irgendwie nicht immer. Widrigkeiten fördern die Legendenbildung, ja stimmt, aber so richtig lustig sind diese Legenden meistens erst nachher. Wenn man nicht mehr friert, keinen Hunger mehr hat und ausgeschlafen ist. Währenddessen kann Reisen ganz schön … blöd sein.
Aber das macht nix.
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