Reisen und Urlaube

Jungs in einer Felsenkirche in Lalibela – Mathilde Magazin
Es gibt da ja diese Leute, die auf die Frage nach dem nächsten Urlaub mit einem feinen Lächeln antworten: „Ach, in Urlaub fahre ich eigentlich nie!“ Meist ist das bloß der Anfang. Dann geht es erst richtig los: Pauschalurlaube seien langweilig, sie müssten nicht zwischen anderen Menschen am Strand eingequetscht liegen, sie bräuchten keinen Animateur. Vor allem aber, wollten sie Land und Leute kennen lernen. „Und deshalb gehe ich auf Reisen!“, sagen solche Leute dann gerne mit einem kleinen nachdrücklichen Nicken.

Wie fange ich mein Geständnis jetzt an?
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Frühlingsgefühle

Frühlingsfarben – Mathilde Magazin

Hatte ich schon mal erwähnt, dass ich Jahreszeiten gut finde? Besonders jetzt, wo die Tage wieder länger werden, freue ich mich so sehr auf den Wechsel von Winter auf Frühling. Allein, der Blick in den sanften Himmel. Ich find’s super. Dann kann man „ja mal wieder einen Föhn in die Frisur halten“* und nix wie ab unter die Leute. So, das mache ich ab jetzt. Im Moment reicht die Zeit nicht zum Ganz-Weit-Weg-Fahren, deshalb werde ich die nächsten Wochen Ausflüge um die Ecke machen. Alles, was nicht weiter weg als, sagen wir, drei Stunden von meinem Sofa entfernt liegt, kommt in die engere Wahl.
Wie gut, dass ich mein kleines blaues Rad wieder öfter aus dem Keller holen kann um
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Das perfekte Teil – Der Erdapfel

Mathilde mag ihren Globus

Ein perfektes Teil muss Funktion und Gestaltung perfekt miteinander in Einklang bringen. So dass man einen Unterschied gar nicht erst bemerkt. Ein perfekter Stuhl ist deshalb ein schöner Stuhl, weil ich bequem drauf sitzen kann. Dazu braucht er keine Extraschnörkel, nur die eine perfekte Form in dem Material, das am besten seiner Funktion dient.

Aber wozu „benutzt“ man einen Globus? Und warum soll der perfekt sein, wenn ich kein bisschen drauf sitzen kann?

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Meet Me At Sunshine

Nagellack – Mathilde Magazin

Erst fand ich’s unterhaltsam. Farben, die meet me at sunshine, trophy wife, oder banana mama heißen. Irgendwie lustig. Zumindest mir geht bei so was immer gleich eine ganze Geschichte im Kopf auf. Ich sehe dann eine vollkurvige Dame vor mir, die ein Glas Rotweit in der lackierten Hand schwenkt und aus vollem Halse lacht. Bei trophy wife habe ich mir eine verhalten gealterte Blondine vorgestellt, die zu den blondierten Haaren lange Fingernägel und Highheels trägt. Soweit so lustig.
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Jodeldiplom

Fliegenpilzrad – Mathilde Magazin

Normalerweise erwarten mich große Herausforderungen nicht an jedem sagen wir durchschnittlich regennassen Montag. Kann natürlich immer mal passieren, tut es meistens aber nicht. Nie muss ich einen hübschen Jungen vor einem herannahendem Laster retten, nie die eine große Rede halten, die alle Mitarbeiter so motiviert, dass wir das Vorjahresergebnis übertreffen. Also habe ich auch fast nie diesen besonderen Adrenalinkick, den man bekommt, wenn man auf den Punkt eine bestimmte Leistung bringen muss. Künstler kennen diesen Moment, Sportler auch. Ich nicht. Bisher jedenfalls.

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Was soll ich bloß anziehen?

Mathilde mag ihr Kleider

An meinem Kleiderschrank hängt eine pink-bunte Postkarte, die mir mal eine Freundin geschickt hat. Ein Mädel ist drauf zu sehen, die mit nicht viel mehr als einem Slip bekleidet leicht überfordert vor einem prall gefüllten Kleiderschrank steht. Was soll ich bloß anziehen? Das ist genau die Frage, die mich jeden zweiten Morgen von neuem beschäftigt. Und genau genommen kenne ich fast keine Frau, die diese Frage nicht ab und an in den gepflegten Wahnsinn treibt. Es ist ja nicht so, dass sich nicht das eine oder andere Kleidungsstück in meinem Schrank befände. Aber sieht die graue Kapuzenjacke jetzt gut aus zur schwarzen Samtjeans oder sehe ich damit doch mehr nach grauer Büro-Maus aus? Und zu was soll ich bloß mein blau-weiß-gestreiftes Marineshirt anziehen, seit die Hose, die ich dazu gekauft hatte, zwischenzeitlich Opfer eines kleinen Fahrradunfalls geworden ist?

Solche Fragen können mich schon morgens unter der Dusche unglücklich machen.
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