Frühling lässt sein blaues Band

Seit gerade erst liegt der Frühling in der Luft. So schön. Ich müsste spazieren gehen, Blumen begucken, Frühlingsluft atmen. Stattdessen liege ich etwas angeschlagen auf dem Sofa und flattere von einem Gartenblog zum nächsten. Dabei staut sich auf meinem Schreibtisch gerade alles, ein neues Projekt schluckt staubsaugermäßig meine Zeit und alle die anderen beruflichen Dinge, die ja auch mal gemacht werden müssen, liegen so halbfertig herum. Es ist … zum Mäusemelken. Wo war ich stehen geblieben? Ach ja richtig, Frühling, blaues Band: Weiterlesen

Montag Mögerei

ich fand den Winter eigentlich ganz schön.*

Draußen scheint die Sonne auf den schwächer werdenden Winter. Ich bin nicht im Ski-Urlaub wie halb Hamburg. Trotzig surfe ich das Netz nach der perfekten roten Skijacke ab. Prokrastinieren für Große. Auf Dauer erzeugt das so eine Form von aktiver Langeweile. Allerdings wenn ich Greta Gerwig* glauben darf, ist Langeweile ja auch gut für kommende kreative Großtaten. Warten wir es ab.

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In der Mitte von Deutschland

liegt die Provinz. Das habe ich schon in der Grundschule so gelernt. Gut, früher war sie bedeutend gewesen, meine Provinz: Handelsstädte lagen am Ufer bedeutender Wasserwege , einen Hafen und wichtigen Umschlagplatz für Waren gab es im benachbarten Wanfried. Meine Heimatstadt wurde im Mittelalter von König Otto, dem II seiner Ehefrau Theophannu aus dem fernen Byzanz als Altersversorgung geschenkt. So hat es unser Geschichtslehrer in der 5. Klasse erzählt. Byzanz das klang nach großer weiter Welt und kein bisschen nach unserem stinknormalen Klassenraum. Weiterlesen

Gute Laune zum Wochenanfang

Die Woche ist noch vergleichsweise jung und zack, schon scheint die Sonne. Fräulein M. sitzt am Schreibtisch schaut in selbige Sonne und fragt sich warum um alles in der Welt, die Sonne immer dann, wenn das Wochenende wieder vorbei ist, vorbeischaut. Zumindest hier im Norden, ach was red‘ ich, in der schönsten Stadt im Norden, ist das so. Nie, nie, nie können wir das am Wochenende überprüfen, das mit der Schönheit und dem Norden. Nein da nieselschneit es grau vor sich hin und macht dem Norden alle Ehre und Fräulein M. Panda-Augen vom Wetter, der Mascara und der allgemeinen Ungerechtigkeit der Welt. Aber es Nütschanix und ist zudem Wochenanfang und da habe ich mir gute Laute verordnet. Also:
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Die Mögerei zum Wochenanfang

(war Montagmorgenmögen)

Ich versuche gegen das graue Januar-Wetter anzudenken und komme unversehens an einem heißen Sommertag in St.-Peter-Ording längs. Am Strand fielen mir rot-schwarz gepunktete Marienkäfer auf. Wie hübsch, dachte ich und ließ einen über meine Hand krabbeln. Aber dann haben wie eine gelbe Strandmuschel aufgebaut. Eindeutig ein Fehler, sofort ließen sich Marienkäfer darauf nieder, erst nur ein paar, dann immer mehr. So viele bis ich sie schließlich eklig fand. Alles eine Frage der Perspektive?

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Muße muss auch

Statt Montagmorgenmögen.

Kaum ist das Jahr mal bummelige zwei Wochen alt, zack, bin ich schon im alte Trott zurück. Das volle Programm mit übervollen Tagen und fiesen Stress-Spitzen (ich meine, dreizehn Stunden, davon ganz schön viele vorne als intellektuelle Vortunerin) und dann dazwischen wieder so Phasen, in denen ich arbeiten mehr spiele als tue. Dabei gibt’s was dagegen, gegen den Stress und das ineffektive Arbeiten. Ein paar Dinge habe ich in den letzten Tagen herausgefunden. Wenn Sie schauen wollen, dann bitte hier entlang.

Wir alle wissen ich weiß ganz genau, wie man es nicht machen sollte. Ich kann das nämlich wie ein Profi, dieses Vortäuschen (gerne auch vor mir selber) von Geschäftigkeit: Emails lesen, mal eben schnell meine private Amazon Wunschliste füllen, kurz das Kinoprogramm anschauen, schon mal gucken, wie die beste Zugverbindung zum besten Preis aussehen könnte, ach und da gibt es neue gut gestaltete Alltagsgegenstände, so eine Kaffeetasse zum Mitnehmen wäre nicht schlecht … und schon ist eine halbe Stunde am Schreibtisch vorbei o h n e dass ich ein vernünftiges Arbeitsergebnis produziert hätte) Nerv. Theoretisch ist mir durchaus klar, dass so stressige Mega-Tage und vor allem der Stress am Abend vorher, wenn ganz schnell noch diese Präsentation fertig werden muss, es aus Versehen doch Mitternacht wird und/ oder frühe Morgen-Einheiten, nicht sein müssten. Jedenfalls nicht, wenn ich organisierter, konzentrierter arbeitete und dazwischen echte Pausen einplante. Theoretisch. Seit ich angefangen habe, darüber nachzudenken, wird es gefühlt erst einmal schlimmer. Mir scheint. Das funktioniert so ähnlich wie Krankengymnastik bei Rückenschmerzen: Zu Beginn scheinen die Turnübungen alles schlimmer zu machen, bis man einen Wendepunkt erreicht, ab dem es langsam, stetig und nachhaltig bergauf geht.

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