Ich liebe Zeitschriften. Nein, ich liebte Zeitschriften. Schon als Teenager konnte ich sehr viel Geld dafür ausgeben, alle möglichen zu kaufen. Angefangen hat es mit Modezeitschriften: Brigitte, Freundin, Vogue und so. Bald kamen Wohnzeitschriften dazu, dann Magazine. Am Ende reichte es schon, dass ich ein bestimmtes Heft nicht kannte um zumindest mal eine Ausgabe zu kaufen. Keine Urlaubsreise, von der ich nicht mindestens ein fremdländisches Magazin mitgebracht habe. Davon konnten mich auch unverständliche Buchstabenkombination in mir vollkommen unbekannten Sprachen nicht abhalten. In exotischen Ländern fremde Magazin zu kaufen, mache ich immer noch. Alle anderen Zeitschriften müssen inzwischen sehen, wo sie bleiben. Nicht umsonst jammern die Verlage über den Einbruch ihrer Einnahmen. Es gibt inzwischen so viele wunderbare Blogs, wie zum Beispiel Kai Petermanns Stilsucht. Ich vermisse Zeitschriften nicht mehr. Allerdings seit ich Mag’Z bei ihm gefunden habe, frage ich mich, ob ich nicht doch wenigstens mal ein paar Veranstaltungsprospekte anschaffen sollte.
Ich bleib im Bett
Ich möchte zu meinen Gunsten annehmen, dass jeder solche Tage hat. Ich jedenfalls habe Tage, da mag ich nicht aufstehen. Alles, was darüber hinaus geht, schnell einen Kaffee zu kochen und mit der dampfenden Tasse auf dem Nachttisch wieder zwischen den Kissen zu verschwinden, erscheint mir dann als Zumutung. An solchen Tagen brauche ich die Welt da draußen einfach nicht. Zumindest nicht ungefiltert. Gerne darf das Pad mit ins Bett um die aktuellen Blogs und die Zeitung zu lesen, ein Roman ist auch erlaubt, vielleicht das Telefon. Obwohl selbst das ist mir manchmal schon zuviel Welt. So nach ein, zwei Stunden kippt das. Dann fühlt es sich nicht mehr nach extra langen Ferien sondern nach Kranksein an, dann stehe ich meist ganz schnell auf und treffe Freunde zum Kaffeetrinken oder so. Wer will schon den ganzen Tag ein Schlumpf sein.
Zuhause wohnen
Wie schön, dass es jetzt Herbst ist. So toll der Sommer sein kann, zu einem komme ich meistens nicht so richtig, wenn mich das gute Wetter terrorisiert: Wohnen. Wie schön, dass ich damit jetzt wieder anfangen kann. Tee trinken zur blauen Stunde, in die Kissen kuscheln, in Büchern schmökern. Und draußen wirbelt der Herbstwind bunte Blätter durch die Luft.
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Musen sollen mich nicht küssen
Ich wünschte, mir wäre „Musen sollen gefälligst aufhören, mich zu küssen. Die sollen den Bürokram machen.“ , eingefallen und nicht Herrn Trotzendorff. Das ist mein Satz. Ach, Herr Trotzendorff, vielleicht sind wir kongeniale, homöopathisch, pathetisch nein: telepathetisch zusammendenkende Genies. Sie schreiben den Satz einfach schon ins Netz, während ich noch mit dem Denken beschäftigt bin.
20 Fakten über Mathilde
Seit Mathilde mit allem, was sie mag, im Netz unterwegs ist, macht sie lauter neue Bekanntschaften, frischt alte auf und entdeckt vor allem alte Vorlieben wieder.
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Lieblingslieder
Das hier ist der Freitag, der Freitage. Nämlich der erste, an dem ich mit der Musik, die Mathilde mag, an Steffis Frage-Foto-Freitag mitmache.
Hier ist sie – ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder Ewigkeit – meine aktuelle Lieblingsmusik für die Momente, wenn ich so melancholisch gut gelaunt bin. Genau die Form von guter Laune, die ich im Herbst brauche. Eigentlich müsste ich auch eine Liste machen für ganz gut und eine für richtig schlecht gelaunt. Aber jetzt ist ja gerade Herbst.
Schreibmaschinen oder der rasende Reporter

Ich bin total dankbar, dass ich auf einem Rechner tippen kann. Schon weil ich das einigermaßen schnell hinbekomme. Etwa so schnell, wie ich nachdenken kann, würde ich sagen. Das ist gut, sonst würde ich mich dauernd mit den handwerklichen Seiten der Textproduktion beschäftigen müssen, Sehnenscheidenentzündung, dicke Knöchel, müde Zeigefinger und so.
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Nütschanix
Manchmal verliert man … und manchmal gewinnen die anderen. So ein Gefühl stellte sich vorgestern Abend ein. Wir hatten den Tag auf der dänischen Nachbarinsel Rømø verbracht. Das Wetter war ein bisschen unaufregend gewesen, um es vorsichtig zu sagen. Zartgrau in Dunkelgrau mit ein paar Spritzern Himmelblau.
Sylt
Jihae
Morgens bevor ich so richtig mit dem Nachdenken durchstarte, schaue ich meist bei meinen Lieblingsblogs vorbei. Neulich stieß ich dabei zufällig auf Jihae.
Die New Yorker Sängerin versucht gerade ihr neues Albums „Illusions of you“ mit Hilfe von Kickstarter zu finanzieren. Diese tiefe warme Stimme, so schön. Als ich „Lullaby for the lonely people“ gehört habe, konnte ich fast nicht anders. Ich habe zum ersten Mal Geld gesetzt bei Kickstarter.
Viel Glück, Jihae.













